Hören Sehen

Was haben Töne und die Stimme, was hat das Hören mit dem Sehen zu tun? … 

Meine nächste Ausstellung „komm auf die Wellt – dein Ton ist deine Farbe“ wird mit Bildern und Installationen davon erzählen. Sie findet im Oktober 2020, in der CHIEMSEEBRUCKgalerie, Seebruck am Chiemsee statt. Die Eröffnung: Freitag, 16. Oktober, 19 Uhr. In den 14 Tagen bis zum 1. November, werde ich Veranstaltungen um die Welt des Persönlichen Grundtons und Grundton-Yogas anbieten. Ich freue mich auf neugierige Gäste und interessierte Gespräche.

Bitte mit dem Cursor auf das Bild gehen: der Titel erscheint. Auf die Mitte der Bildfläche klicken: das Bild vergrößert sich. In einer Leiste siehst du die Beschreibung, den Preis. Bei Interesse für den Ankauf eines Bildes bitte mail an claudiha@fluegel-der-stimme.de . Ich wünsche viel Freude beim Anschauen …

„Das Auge folgt dem Ohr“, sagte der Pariser HNO-Arzt Alfred Tomatis. Ab der Mitte des 20. Jahrhunderts forschte er zu „Klangwelt Mutterleib“. Die „Hör-Kunst“, methode Francois Louche, Lyon, entwickelte sich auf der Basis seiner Forschungen. Noch bevor ich die „Hör-Kunst“ kennenlernte (1996), sie über acht Jahre studierte, waren mir die Zusammenhänge von Hören und Sehen bewusst geworden. Ich hatte mir angewöhnt, mich fürs Malen einzusingen. Wenn ich mich mit den Obertönen in meiner Stimme beschäftigte, sah ich danach Farben intensiver strahlen, konnte ich anders mit Horizontale, Senkrechte, Diagonale in der Bildkomposition umgehen. Die Obertöne beeinflussten zudem meine Gestik mit Pinsel und Stift. Ich wollte, dass die Bildfläche in meinen Augen genau so vibrierend wirke, wie die Obertöne mein Hören und Fühlen in Schwingung versetzten. In der „Hör-Kunst“ lernte ich: der Gleichgewichtssinn im Innenohr sorgt für diese subtile Beweglichkeit der Augen. Er sorgt für das innerste Sehen, das wir bereits im Mutterleib erleben. In der frühen Phase der körperlichen Entwicklung sehen wir Beweglichkeitsmuster, die durch die erhörfühlte wellige Welt im Fruchtwasser entstehen. In den über zehn Jahren, während der ich Zeichenunterricht an der VHS-München gab, liess ich die Teilnehmenden sich mit der Wahrnehmung von Faltenwürfen, also der Beweglichkeit zwischen Hell und Dunkel als Basis der Bildkomposition beschäftigen. Alle Klang-, Stimm- und Hör-Erfahrungen haben mein Sehen erweitert. Sie sind die inspirierende Basis meiner bildnerischen Arbeit.